Regeln · aktualisiert 17. September 2026 · 2 Min. Lesezeit
Ablösefreier Wechsel: Was der Bosman-Fall veränderte

Bis 1995 konnten Vereine für einen Spieler auch nach Vertragsende eine Ablöse verlangen. Das änderte sich durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Fall des belgischen Spielers Jean-Marc Bosman.
Der Fall
Bosman wollte nach Vertragsende den Verein wechseln, sein bisheriger Klub verlangte jedoch eine Ablöse, die der neue Verein nicht zahlen wollte. Bosman klagte mit Verweis auf die Freizügigkeit von Arbeitnehmern innerhalb der EU und bekam recht.
Die Folgen
Seit dem Urteil dürfen EU-Profis nach Ablauf ihres Vertrags ablösefrei zu einem neuen Verein wechseln. Zusätzlich fielen die bis dahin üblichen Ausländerbeschränkungen für EU-Bürger innerhalb der Vereinskader.
Auswirkung auf die Gehälter
Weil Vereine bei auslaufenden Verträgen keine Ablöse mehr erzielen können, verhandeln Topspieler kurz vor Vertragsende aus einer starken Position heraus, was die Gehälter in den Jahren nach 1995 spürbar ansteigen ließ.
Heutige Praxis
Viele Vereine verkaufen Spieler inzwischen bewusst ein bis zwei Jahre vor Vertragsende, um wenigstens noch eine Ablöse zu erzielen, statt sie ablösefrei ziehen zu lassen.
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